Zwischen den Fronten

Zwischen den Fronten

Letztes Jahr wurden 2 der wohl erfolgreichsten Videospiele auf ein neues Lvl gebracht. Battlefield 3 und Modern Warfare 3 kamen in die Läden und die Gemeinde teilte sich wie das Rote Meer. Da ich das Durcheinander und übertriebene Fanboygehabe nicht ertragen kann (obwohl ich mich auch gerne dazu hinreißen lasse. Christian würde jetzt auf meinen, wie ich mittlerweile finde etwas halbherzigen, Skyrim-Blog hinweisen), habe ich mir beide Games angeschaut und war entzückt und enttäuscht. Warum?
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1. Die Kampagnen

Battlefield geht gut los, hat aber zwischendurch seine Längen. Es wird viel gefahren, viel gelaufen und natürlich auch viel geschossen. Action ist reichlich vorhanden und hin und wieder gibts eine spektakuläre Sequenz (Zeitlupen-Momente, ein Haus stürzt ein, usw.) Die Story ist grundsolide und alles in allem ist man gut unterhalten. Das Ganze ist sehr realistisch gehalten und lässt den Spieler nach wenigen Treffern down gehen. Sollte man angeschossen werden und es überleben, kann man sich hinter der nächst besten Ecke verstecken und sich automatisch heilen. Also so wie es mittlerweile üblich ist.

So wie die von Battlefield realistisch ist, ist die Modern Warfare-Kampagne ein Michael Bay-Film. Ich hoffe, dass ich nicht herumspoiler, aber das Leben ist kein Ponyhof. Vor allem nicht für Price, Soap und Co., denn während der mehr als spektakulären Kampagne fallen Hochhäuser auf euch, euer Panzer bricht durch die Decke eines Parkhauses und eins von Europas größten Wahrzeichen fällt in sich zusammen. Außerdem scheinen die Soldaten in die man schlüpft beinahe kugelsicher zu sein. Die Story macht da weiter wo der 2te Teil aufhört. Also Mitten im Amerikanischen Albtraum, dem Krieg auf eigenem Boden. Mir kommt es ein wenig so vor als wenn man schnell die Trilogie zu Ende bringen wollte (was ja nichts schlechtes sein muss, aber irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, als wäre etwas auf der Strecke geblieben). Aber wer braucht Story wenn was explodieren kann.
Das Medikit fehlt, wie in den beiden vorherigen Teilen, selbstverständlich auch.

2 . Die Grafik

Grafik macht kein gutes Game und verbessert auch nicht den Spielspaß. Leider kam es mir so vor, als wenn beide Spiele (natürlich auf der PS3 den neuesten High-End und Sota Gaming PCs deutlich unterlegen) nicht ganz das Potential der Konsole ausnutzen. Ich habe zuerst den Battlefield 3 Online-Modus ausprobiert und war etwas enttäuscht. Die Kampagne gab mir dann wieder etwas Mut, da diese meines Empfindens nach ansprechender rüber kam.

Modern Warfare 3 sah für mich in beiden Fällen sehr gut aus (für mich deutlich besser als die Vorgänger, die meistens ja nur leichte grafische Änderungen aufwiesen wie z.B. MW 2 zu Black Ops. Ich weiß, Black Ops gehört nicht zur Reihe, ist diesen aber sehr ähnlich … Haters gonna Hate).
Selbstverständlich ist die PC-Version optisch ansprechender. Aber wer nicht die Lust oder die Kohle hat seinen PC ständig aufzurüsten oder sich alle 2 Jahre einen neuen zu kaufen, ist mit beiden Titeln sehr gut bedient.

3. Der Multiplayer

Da kommt wohl das große Manko der Konsole durch. Battlefield 3 bedient nur 24 Spieler pro Match. Auf dem PC stehen sich insgesamt 64 Spieler gegenüber. Die Kartengröße wurde dementsprechend angepasst. Dennoch macht mir Battlefield online einen Heiden-Spaß! Man kann, wie in Bad Company gewohnt, beinahe ganze Häuser zerlegen oder mit Fahrzeugen durch die Gegend heizen.

Modern Warfare kommt vollkommen ohne Fahrzeuge aus. Die Karten sind kleiner und schneller (und genau das ist mein Problem bei dem Game. Ich bekomme meistens keine Möglichkeit ins Spiel zu kommen, da ich sofort wieder hinüber bin. Battlefield gibt einem mehr Zeit zum Planen und Agieren, aber jedem das Seine). Killreihen werden mit Boni belohnt. Ihr könnt einen Luftschlag anfordern oder einen Kampfhelikopter zur Unterstützung rufen, die für euch die Kills machen.

Beide Spiele kommen mit einem Coop-Modus daher. Der von MW lässt sich im Gegensatz zum Konkurrenten sogar offline spielen. Modern Warfare schneidet hier deutlich besser ab als Battlefield. Es gibt mehr Missionen die man zusammen zocken kann und der Survival Modus, in dem ihr euch niemals enden wollenden Gegnerwellen stellt, überzeugt.

Die Waffen sowie die Rangsysteme sind sich in beiden Spielen sehr ähnlich und bieten eine hohe Langzeitmotivation.

Beide Spiele haben ihr Für und Wider. Welches ich im Laufwerk habe ist von der Situation abhängig. Battlefield ist was für einen Samstag Abend alleine zu Hause, Modern Warfare für die „Gang“ mit einem Kasten Bier. Spaß machen sie allemal.

Jedenfalls sollten beide Teile im gut sortierten Shooter-Regal auf keinen Fall fehlen.

Also Jungens und Mädels. Mann sieht sich auf dem Schlachtfeld!

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3 Antworten zu Zwischen den Fronten

  1. Daniel schreibt:

    Mein Fußi-Kumpel schwört auf Battlefield! Also habt ihr noichmal eine Stimme zu nem Game 😛 ICh weiß nicht der sitzt Stunden davor! Aber auch der Rest meiner männlich Bekanntschaften sind auf diesen Zug aufgesprungen! Lange Zeit zockten wir nur Fifa auf der Playstation Doch nun wo alle Familei haben sprengt sich alles! Alle Zzocken Battlefield und ich zocke mit meinen Kindern 😀

  2. Pingback: Wenn die Pflicht ruft … | Wambologen

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