It’s a long road …

when you’re on your own.
Aber auf jeder Straße gibt es Meilensteine, und heute, kurz nach meinem 28. Geburtstag, ist es auch mal Zeit in den Rucksack zu sehen, welches Geröll ich vom Straßenrand hab mitgehen lassen! Zeit, zu prüfen, warum ich der (Gamer) geworden bin, der ich heute bin. Zeit, auf die Spiele zurückzublicken, die mich seit meiner Kindheit – und ich habe sehr früh ja damit angefangen – entscheidend geprägt haben.

+++ 1984 +++
Christian spieltEin jeder Lebenslauf sollte bei der Geburt anfangen. Und so tut dies auch meiner. Natürlich ist es schwer vorstellbar, dass ich zu dem Zeitpunkt schon ein Daddler war. Ich glaube es ja selber nicht.
Nun, es war auch nicht so. Ich denke, ich spielte eher mit Rasseln und Stofftieren. Es wäre wahrscheinlich auch ewig so weiter gegangen, wenn …
ja wenn nicht mein knapp 11 Jahre älterer Bruder einen Atari VCS 2600 gehabt hätte. Übrigens ist im gleichen Jahr die erste Version von Tetris erschienen.

+++ Atari VCS 2600 +++
Schluss mit den Jahreszeiten. Als ob ich jetzt noch wüsste, wann ich welches Spiel gezockt habe. Hätt ich mal Zettelchen an die Steine geklebt, als ich sie aufgesammelt hab!
Ich muss etwa 4 Jahre alt gewesen sein, vielleicht auch noch 3, ich kanns echt nicht mehr sagen. Auch wars hier nicht ein einzelnes Spiel, das mich geprägt hat – wie auch, die ganzen 2600er-Titel waren ja bestenfalls dazu da, eine viertel Stunde am Stück im Kasten zu bleiben und dann durch ein anderes ersetzt zu werden. Bestenfalls Real Sports Soccer, Pac-Man und Space Invaders konnten mich länger am Bildschirm halten. Alles andere war mir wohl damals noch zu schwer.
Steuert mal ein dusseliges Huhn mit einem störrischen Joystick über einen dichtbefahrenen Highway!
Wir hatten zwar später auch einen Commodore 16+4, doch blieb der für mich mehr ein Randkiesel. Plug and Play war damals schon der Konsolenvorteil.

+++ Game Boy +++
Noch so ein wichtiger Apparat, den ich nicht auf ein einzelnes Spiel reduzieren kann. Auch, weil sich mir viele Spiele erst später erschlossen – zeig mir den 7jährigen, der Super Mario Land durchspielt! Ich war froh, wenn ich zum ersten Boss kam. Neben Tetris und Tennis mein erstes Game Boy-Spiel. Dank Link-Kabel und zweitem Game Boy ein großer Spaß für meinen Bruder und mich! Es folgten rund zweieinhalb Dutzend weitere Spiele – allesamt irgendwo wichtig und spaßig, aber auch hier ist noch keins dabei, wo ich jetzt sagen würde, dass es mich nachhaltig geprägt hätte. Aber dieses kleine graue Ding … insgesamt … ohja, es hat mich in seinen Bann gezogen!

+++ Master of Monsters (MD) +++
MoM (dem ich bereits vor Kurzem einen Blog gewidmet habe) ist wohl das wichtigste Spiel meines frühen Gamerlebens. Es erschien 1991, als ich also 7 Jahre alt war, und der damalige Lebensgefährte meiner Tante (der ich-sag-immer-noch-Onkel) hatte es sich flugs importiert. Ein Rundenstrategiespiel mit Drachen, Einhörnern und Barbaren, das simpel und spaßig genug war, um sowohl gestandene Männer als auch Nachwuchs-Daddler an den Bildschirm zu fesseln. Bis zu vier auf einmal! Na gut, in unserem Fall waren wir immer zu dritt. Ich durfte mich dann um den Computergegner kümmern oder zumindest dabei helfen. Manchmal wurde ich sogar Zweiter, hehe. Dieses Spiel war übrigens Hauptauslöser dafür, warum mein Bruder unbedingt einen Mega Drive haben wollte – und so kam es, dass das Gerät irgendwann auch bei uns im Fernsehschrank stand.
Ohne MoM kein Mega Drive, so einfach ist die Formel. Und ohne Mega Drive kein …

+++ Landstalker (MD) +++
Eigentlich sollte über dieses Action-Adventure alles gesagt worden sein. Nämlich in meinem Blog von vor wenigen Tagen. Ich fange jetzt auch besser gar nicht groß an, sonst komme ich aus dem Schwärmen nicht heraus. Viele Spiele auf den alten Konsolen mögen „Eintagsfliegen“ für wenige Tage oder einmal alle paar Wochen gewesen sein, das ist ja heute auch nicht anders. Doch Landstalker, ja … diesen Goldschatz habe ich locker ein Jahr lang gespielt, bis ichs damals mit einem Kumpel durch hatte. Das muss am Ende der 5. oder irgendwann in der 6. Klasse gewesen sein.

+++ EA Hockey (MD) +++
Dieser Vorläufer der NHL-Serie ist der Grund, warum ich den Sport bis heute mag. Bei weitem nicht so sehr wie Fußball, aber zwischendurch habe ich immer wieder mal ein Eishockey-Spiel eingelegt, das letzte ist jedoch einige Zeit her. Beruflich haben David und ich heute ab und an mit den Iserlohn Roosters zu tun (schade um die Playoffs dieses Jahr!) und wir werden sicher auch noch die ein oder andere Partie live erleben. Bis dahin liebäugle ich zumindest damit, mir NHL 11 oder 12 zu holen.
EA Hockey, völlig jungfräulich, hatte an sich nicht viel zu bieten: Lediglich Nationalmannschaften, Nummern statt Spielernamen und zwei Spielmodi (Testspiel und Turnier). Doch die überragende Präsentation und das rasante Gameplay waren einfach der Hammer. Ich muss insgesamt sicher hunderte Stunden hiermit verbracht haben.

+++ Wing Commander (PC) +++
Auch den Titel habe ich meinem ich-sag-noch-Onkel (ab jetzt: isnO) zu verdanken. Immerhin war er derjenige mit dem PC, mein erster folgte erst später. Ich kann gerade nicht sagen, welcher mein erster Wing Commander-Teil war, den ich erleben durfte. Ich schätze, es war der zweite. Und die Sarg-Szene bekam ich mehr als häufig zu sehen. Erst Wing Commander: Armada (ein gescheiterter Versuch, WC mit Strategie zu vereinbaren) bescherte mir ernsthafte Flieger-Erfolge und weckte (neben Sci-Fi-Serien wie Star Wars und Kampfstern Galactica) meine Liebe zu Weltraum-Simulatoren. X-Wing und TIE Fighter habe ich natürlich auch verschlungen.

+++ UFO: Enemy unknown (PC) +++
Auch als X-Com bekannt, war es dieses Spiel, das mich endgültig für die Rundenstrategie begeisterte. Unheimliche Spannung, als die Aliens auftauchten, das unheilvolle Licht über dem Gras, das sie ankündigte … und die vielen, vielen Möglichkeiten. Viele Jahre später (um 2005) besorgte ich mir dieses Meisterwerk erneut und spielte es mit Inbrunst. Wie sehr erinnerte es mich im Nachhinein an Jagged Alliance 2, was bis heute eines meiner absoluten Lieblingsspiele ist.
Forschung, Wirtschaften, Soldatenmanagement und die nervenaufreibensten Kämpfe – was will man mehr?

+++ European Club Soccer (MD) +++
Schon immer war ich großer Fußballfan, ich glaube, das sind die meisten Jungs. David übrigens nicht. Aber so hat jeder seine Macken.
Und so hatte ich an Fußballspielen immer am meisten Interesse, nur … bis ECS gab es keines, das sich für mich wirklich wie Fußball angefühlt hat. Tja, und dann kam dieses Spiel aus heiterem Himmel und vermittelte das mit Abstand größte Bolzplatz-Feeling, das ich je abseits eines echten Feldes erleben konnte. Garantiert lag das vor allem an der schnieken Grafik und der fernsehübertragungsnahen Perspektive.

+++ Super Monaco GP (MD) +++
Endlich war ich soweit: Ich war alt und fähig genug, ein Fahrzeug zu steuern, ohne dass ich ständig mit Vollgas aus den Kurven flog. Ich lernte, vom Gas zu gehen, rechtzeitig zu bremsen und nach kurzer Zeit machte ich mich sogar erfolgreich mit der Gangschaltung vertraut. Ich denke, in mir legte sich ein dicker Schalter um, als ich dank 7-Gang-Getriebes meinen ersten Sieg einfuhr. Denn damit war man deutlich schneller unterwegs als mit der 4-Gang-Schaltung oder gar dem Automatik-Getriebe. Dieser Schalter sorgt auch heute noch dafür, dass ich mich in meinem Auto am gelassensten fühle, wenn meine rechte Hand auf dem Schaltknauf ruht.
Zudem hatte dieses Spiel sogar eine Art Hintergrundgeschichte. Nichts großes, aber zwischen den Rennen gab es Gespräche mit den Rivalen und auch mal ein Lob vom besten Fahrer. Apropos Rivalen: Vor jedem Rennen konnte man sich einen Gegner aussuchen – schlägt man ihn zwei Mal, sitzt man fortan in seinem Boliden. Und so arbeitete man sich behutsam nach vorne, bis man im besten Auto saß …
Gewann man eine Saison, zwang einen das Spiel zu Beginn der nächsten Saison in ein schlechteres Auto, sodass der Kampf von neuem begann.
F1-Lizenzen gab es keine, doch waren die Namen verfremdet oder ganz ersetzt. Dass der rote Renner der Marke „Firenze“ zu den Schnellsten gehört, ist kein Zufall. „Minarae“, das Team, in dem man startet … nun, Minardi war nie ein übergroßer Name. Auch die Strecken und Fahrer lassen sich allesamt zuordnen!

+++ Fifa Soccer 95 (MD) +++
„Endlich mal ein Spiel, das sich wie Fußball anhört!“ O-Ton mein furchtbar fußballmuffeliger Bruder.
Und oh ja: Es hört sich an wie Fußball. Es sieht aus wie Fußball. Verdammt noch mal, Fifa 95 IST Fußball!
Die beste Grafik, die ein Fußballspiel bis dato zu bieten hatte, umfangreiche Ligen und Turniere, zahllose Mannschaften und eine Steuerung, die Ihresgleichen suchte. Einfach, effizient, spaßig. Keine Spielerlizenzen? Ach geschenkt. So einen Schnickschnack brauchten wir damals nicht, kannten wir auch nicht. Ja, bei EA Hockey war es uns sogar egal, dass die Spieler nicht mal nen Namen hatten!
Damit startete endgültig der glorreiche Siegeszug der Fifa-Reihe.

+++ Super Mario Kart (S-Nes) +++
Ist für mich bis heute das mit Abstand beste Mario-Kart. Allein schon, dass es damals noch keine fiesen ich-dreh-alles-auf-den-Kopf-Items gab, die dafür sorgen, dass der hart erarbeitete Vorsprung durch einen dusseligen Knopfdruck eines Mispielers für den Eimer ist. Nein: grüne Panzer, rote zielsuchende Panzer, Bananen, Turbo-Pilze, Unverwundbarkeitssterne und die Sprungfeder. Mehr braucht man nicht! Das Rennen bleibt fair, die Items sind nette Gimmicks, mehr nicht. Es kommt noch wirklich aufs Können an.
Mit einem zweiten Spieler war natürlich der meiste Spaß rauszuholen, vor allem im Battle-Modus, wo es darum ging, sich gegenseitig die 3 Ballons vom Kart zu schießen.
Aber auch alleine vergingen die Stunden im Fluge.
Sollte jeder mal gespielt haben, vor allem Freunde der neuen Versionen, die den Ursprung der Serie nicht kennen.

+++ Super Bomberman (S-Nes) +++
Der Inbegriff des Multiplayers! Sicher kann man Bomberman auch alleine genießen.
Aber warum sollte man? Wer isst denn bitteschön Pommes ohne Mayo?
Bis zu vier Bombermänner kämpfen in rechteckigen Arenen um Power-Ups und den Sieg, indem sie geschickt Bomben legen und Deckung suchen. Mehr Lachen und Schadenfreude geht einfach nicht.
Der andere Spielmodus, „Normal Mode“, ist so eine Art Kampagne, die man alleine oder zu zweit spielen kann. Auch sehr reizend, aber kommt schon … Bomberman!!!
Absoluter Klassiker, habe später noch die Saturn-Version und Bomberman Ultra (PS3) gespielt. Doch das erste Mal bleibt unvergesslich …

+++ Utopia (S-Nes) +++
Es ist 2090 und somit Zeit, den Weltraum zu kolonisieren. Utopia ist praktisch ein vereinfachtes Sci-Fi-Sim City, bei dem man sich nicht um ganz so viel kümmern muss wie beim großen Vorbild. Nichtsdestotrotz hat man jede Menge zu tun – nicht nur wollen Geld verdient und die Kolonisten bei Laune gehalten werden, nein, man sollte auch genug Credits in die Forschung stecken, um immer neue Technologien und fortschrittlichere Gebäude zu erhalten. Das ist auch bitter nötig, denn die Bewohner des jeweiligen Planeten kommen früher oder später zu Besuch.
Nachbarschaftsstreit vorprogrammiert.
Wer sich den Stress mit den Aliens sparen will, kann auch auf dem Übungs-Planeten spielen, dort sind sie nämlich friedlich und man startet mit mehr Geld.
Bemerkenswert auch der Soundtrack: Eines der Stücke ist das berühmteste Werk von Pachelbel, durch Utopia lernte ich es also kennen und lieben. Es sollte allerdings noch Jahre dauern, bis ich herausfand, wer es komponierte. Bis dahin begnügte ich mich mit „C U when U get there“ von Coolio, das auf Pachelbels „Canon in D major“ basiert.

+++ Star Trek: Starfleet Academy (S-Nes) +++
Kurz gesagt: Starfleet Academy war einfach großartig. Soweit ich mich zurückerinnere, ist es auch das erste Star Trek-Game, das ich je spielte. Man erlebte die Geschichte eines Sternenflotten-Kadetten, der auf der Akademie zahlreiche sehr abwechslungsreiche Simulator-Missionen bestehen muss, bis er endlich zum Captain eines richtigen Schiffes ernannt wird. Dazu gibt es noch einen großartigen Zweispielermodus und aus den Filmen nachspielbare Missionen (Zorn des Khan u.a.). Die 3D-Grafik war für damalige Verhältnisse natürlich umwerfend, oder besser gesagt, in-den-Kapitäns-Stuhl-drückend.
Selbstredend war Starfleet Academy einer der Hauptgründe, warum mein Bruder dann den ersten PC gekauft hat …

+++ Star Trek: Starfleet Academy (PC) +++
… ja, für die deutlich schönere und umfangreichere PC-Version dieses Game-Diamanten. Hier kamen noch tolle Zwischensequenzen und ein noch „realistischeres“ Star Trek-Feeling dazu, inklusive (manipulierbarem!) Kobayashi Maru. Den Nachfolger Klingon Academy hatten wir auch … ist ja klar. Doch es würde ein anderes Star Trek-Spiel sein, dass SFA gnadenlos in den Schatten stellen würde. Später mehr.

+++ Star Wars: X-Wing vs. TIE Fighter (PC) +++
Kein Weltraum-Flieger hat es mir so angetan wie XvT, nicht mal später X-Wing Alliance. Klar, es verfügte (zunächst) über keine Story, sondern stellte lediglich eine Art Trainings-Simulator dar, doch dieser Simulator war mächtig. Jede erdenkliche Mission war bastelbar, jede vorstellbare Schlacht war möglich. Dank Add-On Balance of Power sogar der Angriff auf einen Super-Sternenzerstörer. Der originale Soundtrack und eine grandiose Grafik, die durch das Add-On nochmal ordentlich aufgebohrt wurde, sorgten für eine unerreichte Star Wars-Atmosphäre.
Ich glaube, ich habe einen Joystick hieran verschlissen – einen zweiknöpfigen Logitech Wingman.
Also musste ein MS Sidewinder Precision Pro her, und Junge hat der reingehauen!
XvT war übrigens sehr auf Multiplayer ausgelegt. Doch da wir zu dem Zeitpunkt weder Internet hatten noch zu LAN-Partys gingen, hatten wir davon nichts.

+++ Star Wars: Jedi Knight (PC) +++
Die Abenteuer des Kyle Katarn gehen in die zweite Runde: In diesem Ego-Shooter erlangt man nach kurzer Zeit nicht nur ein Lichtschwert, sondern auch Jedi-Kräfte.
Dass das damals schon ausreichte, um mir fast die Tränen in die Augen zu treiben, dürfte doch verständlich sein, nicht wahr?
Wieder war es der originale Soundtrack, der einen unweigerlich mitten hineinkatapultierte. Spannende Lichtschwertkämpfe, mit echten Schauspielern gedrehte Zwischensequenzen und ein Add-On, das die wohl bekannteste Figur des Expanded Universe hervorgerufen hat – Mara Jade! Kennt ihr nicht? Ist die zukünftige Ehefrau von Luke Skywalker und Mutter seiner Kinder.
Hatte eine tolle Kampagne, bei der man sich entweder für die helle oder die dunkle Seite der Macht entscheiden konnte, inklusive unterschiedlichem Abspann. Rette das Universum – oder unterjoche es!

+++ Sega Rally (Sat) +++
Mein Bruder und ich konnten einfach nicht glauben, was sich da auf seinem neuen Fernseher abspielte. Schnelle, flüssige 3D-Grafik, ungeheuer realistische Fahrphysik und ein Detailreichtum am Streckenrand, der uns nicht nur ein Mal mit dem Finger auf den Bildschirm zeigen ließ. Der Umfang dieses Saturn-Spiels wiederum war sehr klein: 3 Fahrzeuge, 4 Strecken. Aber das haben wir Sega Rally sowas von verziehen, vor allem die erste Piste in Afrika habe ich bis zum Verbluten gespielt.
Toll: Diese erste Strecke wurde im neuen PSN-Sega Rally wiederverwendet, ich konnte noch jede tückische Kurve, als ich es vor Kurzem spielte.

+++ Virtua Fighter 2 (Sat) +++
Diesen Eintrag wird David verteufeln! An dieser Stelle gehen unsere Spielerbiografien wohl am meisten auseinander. Oh ja, wir beide mögen Prügelspiele. Street Fighter, Soul Calibur, alles toll, ohne Frage. Doch einer von uns betrat den Pfad Segas …
und das war natürlich ich. Virtua Fighter, was ist so anders? Die Sache ist einfach. VF war nie Effekthascher. Klar – die Grafik war damals schon toll, die Animationen atemberaubend. Aber es gab keine knallbunten Explosionen, keine Hadoukens, keine 12 Liter Blut pro Kämpfer, keine Fatalities.
David sagt, Virtua Fighter ist ein Simulator – und David mag keine Simulatoren.
Ich habe Virtua Fighter 2 damals heiß und innig geliebt, ich habe handschriftlich Listen angefertigt mit den Moves der Kämpfer. Ich will nicht sagen, dass sie mir in Fleisch und Blut übergegangen sind, aber als ich mir Virtua Fighter 5 für die PS3 kaufte, da war es …….. fast ganz genau wie damals. Nur in noch schöner!

+++ Alien Trilogy (PS1) +++
Alien Trilogy war mein erstes Angst-Spiel. Vorab: Ich habe in recht frühem Alter (nämlich 9 war ich) das erste Mal Alien 1+2 geschaut, mit meinem Bruder zusammen. Jaha, was ich dem nicht alles zu verdanken hab, hehe! So toll ich Alien damals fand und es auch heute noch tu: Ich glaube, ich warte noch eine Weile, bevor ich mir die Filme mit meinen Kindern ansehe.
Aber zurück zum Spiel! Ich war eindeutig noch zu jung, um es vernünftig spielen zu können. Dennoch fand ich jede Minute großartig, jeden Bammel, jedes Zusammenzucken, jeden Moment der Panik. Verdammt ja, Angst-Spiele sind toll. Vor allem, wenn sie so große Soundeffekte haben wie AT.
Übers zweite Level hinaus kam ich übrigens nur dank Cheats, die ich auch wirklich bitter nötig hatte.

+++ Gran Turismo (PS1) +++
Ich war gnadenlos überwältigt. Von der Grafik, dem Geschwindigkeitsgefühl, dem gewaltigen Fuhrpark und der nie dagewesenen Abwechslung. Zunächst: Will man bei GT überhaupt erstmal einsteigen, muss man ordentlich knifflige Fahrprüfungen bestehen. Fahre in soundsoviel Sekunden eine Runde, komme innerhalb derundder Zeit an einer bestimmten Stelle zum Stehen, und und und.
Kumpels liehen mir ihre Memory Cards, damit ich für sie die Drecksarbeit erledigte – tjaha, darauf kann ich doch ein bisschen stolz sein, oder?
Ich kaufte einen gebrauchten Toyota Supra aus den 80er Jahren, bis ich mir eine Dodge Viper leisten konnte, damals wie heute ein absolutes Traumauto. Siege um Siege sorgten für gefüllte Kassen, bis ich mir einen neuen Toyota Supra kaufte. Und ab da gab es kein Halten mehr: Beschleunigung, Geschwindigkeit, Bodenhaftung, Kurvenverhalten, ich war sowas von verliebt.
Ganz ganz wichtiger Meilenstein der Videospielgeschichte!

+++ Diablo (PC) +++
„Aaaaaaahhhhhhhh ………. Fresh meat!“ Genau, der Butcher, ein Questgegner aus diesem legendären Hack & Slay, das ich zum ersten Mal am PC meines isnO spielte und sofort gepackt war. Jeder Klick bringt einen weiter, jeder Schritt ist eine kleine Stufe der Motivationstreppe. Gold, Gold, ein neues Schwert, mehr Gold, ein Helm, Gold, Stufenaufstieg, jaaa, noch mehr Gold, eine mächtige Rüstung, ein Zauberbuch … und noch mehr Gold.
Diablo sprach meinen Sammlertrieb so extrem an, dass …
oha, hehe.
Bruder, solltest du das hier mal lesen: Ja, ich habe Diablo auch an „unserem“ PC damals gespielt, obwohl du das nicht wolltest! ES GING NICHT ANDERS!
Diablo war so fesselnd, so motivierend, so einzigartig.
Und Diablo 2 machte es noch besser. Möge Diablo 3, das im Mai herauskommen soll, nicht versagen.

+++ Heroes of Might and Magic 2 (PC) +++
HoMM (vor allem mit dem Add-On Price of Loyalty) war für mich DAS Multiplayer-Ereignis am PC. Der selbe Kumpel, mit dem ich vorher Landstalker durchgespielt habe, hat mit mir zahlreiche Stunden an diesem Rundenstrategie-Knaller verbracht. Auch heute noch mag ich die Serie sehr, kenne die Teile 5 und 6 aber noch gar nicht. DER Zeitfresser schlechthin. Kampagne? Die habe ich nie gespielt …

+++ Alpha Centauri (PC) +++
Mit Civilizations konnte ich, um ehrlich zu sein, nie was anfangen. Es hat mich schlicht nicht interessiert. Vielleicht hätte ich auch Alpha Centauri übergangen, wäre da nicht diese Demo auf der GameStar-CD gewesen. Rundenstrategie? Check. Sci-Fi? Check. Noch irgendwas? Nein, das reichte schon, um mich zu faszinieren, und Alpha Centauri (Civilizations in der Zukunft) hat alles richtig gemacht, vor allem sind die 7 spielbaren Fraktionen sehr unterschiedlich. Wir haben religiöse Fanatiker, wir haben die kriegerische Partei, eine Wirtschaftsmacht, Forschungsexperten, esoterische Naturliebhaber, Sozialisten und zu guter Letzt die diplomatisch korrekten Vereinten Nationen.
Den Sieg im Endlosspiel konnte man dabei auf viele verschiedene Arten erringen. Natürlich konnte man „einfach“ alle anderen vom Planeten fegen. Oder aber man erlangte die wirtschaftliche Überlegenheit. Auch war es möglich, zum Herrscher des Planeten gewählt zu werden. Oder …….. man wurde „eins“ mit dem Planeten.
Hab es mir vor nicht allzu langer Zeit bei goodoldgames gekauft, für einen Apfel und ein rohes Ei.

+++ Jagged Alliance 2 (PC) +++
„Christian, was ist eigentlich das beste Spiel aller Zeiten?“
„Ja, weißt du, es ist jetzt nicht leicht, sich auf ein einziges festzulegen. Aber wenn du mir eine Pistole auf die Brust drückst, dann … dann denke ich an eine dicke fette Automag. So eine richtig große Kanone, wie sie einem John schenkt, nachdem man ihn zum Drassen Flughafen eskortiert hat. Er und seine Frau hatten sich den Urlaub in Aruba so schön vorgestellt. Und landeten mitten in Arulco, dem Schauplatz von Jagged Alliance 2. Dem besten Spiel aller Zeiten.“
„Ist es wirklich so gut?“
„Junge, du machst dir keine Vorstellungen. Arulco, ein fiktives Land in Afrika, wird von einer Tyrannin beherrscht. Mit brutaler Waffengewalt schlägt sie Aufstände nieder und will ihren Ehemann, den König, ermorden lassen. Der jedoch entkommt ins Ausland und heuert DICH an. Von der Anzahlung heuerst du Söldner an und wirst kurz darauf mit dem Heli in Omerta, der Rebellenhochburg, abgesetzt. Die Söldner haben nicht nur Namen und Gesichter – nein, sie haben Persönlichkeiten. Dialekte, Eigenheiten, sie sind Charaktere. Nicht nur zwei oder drei Stück. Nein, es gibt mehrere Dutzend. Und zahlreiche Waffen, die man im spielinternen Internet bestellen kann. DU suchst aus, wann und wie du Arulco befreist. DU entscheidest, welche Stadt du als nächstes angehst. DU …“
„Haaaaaaalt Stop. Ich glaube, das sollte in einen eigenen Blog …“
Du hast ja Recht.“

+++ Half-Life (PC) +++
Damals noch ohne Internet, war mir bei Ego-Shootern die Singleplayer-Kampagne am wichtigsten, logisch. Und Half-Life bot für mich das erste Mal ein nahtloses Erlebnis: Von Jedi Knight und anderen Spielen war ich noch gewohnt, dass jeder Level in sich abgeschlossen war. HL brach mit dieser Tradition – es gab keine Level mehr! Das sorgte dafür, dass sich das Spiel wirklich wie aus einem Guss anfühlte, wie eine einzige riesige Spielwelt. Die Schwebebahnfahrt zu Beginn des Spiels ist heute noch legendär.

+++ Homeworld (PC) +++
Strategie im Weltraum – und das auch noch in völligem 3D, eine Revolution. Nicht ganz: Denn Homeworld (sowie sein Nachfolger) war das erste und bis jetzt auch einzig gute Spiel mit einem derartigen Spielsystem. In der gnadenlos ergreifenden Kampagne, die von der Thematik stark an Kampfstern Galactica erinnert, steuert man ein gewaltiges Mutterschiff, von dem man aus weitere Schiffe bauen kann, die wiederum Ressourcen abbauen, forschen, Schiffe bergen oder ganz einfach kämpfen können. Von kleinen Jägern im Formationsflug über Fregatten bis hin zu riesigen Trägern und Schlachtschiffen reicht die Palette, die man möglichst geschickt ausnutzen muss, während man auf der Suche nach einer neuen Heimat ist. Denn der Feind ist stets eine Bedrohung, die Ressourcen sind knapp – und jedes einzelne Schiff ist wertvoll.
Was ist passiert?
Die Bewohner von Kharak sind soweit: Hypersprungtechnologie, Weltraumprogramm. Viele Jahre dauert es, bis ein Mutterschiff fertiggestellt wird, das ausziehen soll, das Universum zu erkunden.
Der Jungfernflug glückt, bleibt jedoch nicht unbemerkt …
Als das Mutterschiff zurückkehrt, brennt Kharak. Vernichtet von einem unbekannten Feind, bleibt nur die Flucht – und die Suche nach einer neuen Heimat.
Schaut euch die legendäre dritte Mission an, musikalisch begleitet vom Barber’s Adagio for Strings.

+++ Shogun: Total War (PC) – Demo +++
Riesige Armeen mit tausenden Soldaten, gellende Kampfschreie, epischer Soundtrack, das blanke Chaos einer grausamen Schlacht – Shogun: Total War stellte mein Strategiespielverständnis völlig auf den Kopf. Age of Empires? Vergessen. Command and Conquer? Unmöglich.
Nein, seit dieser Demo dachte ich in anderen Dimensionen. Vorbei die Zeiten, in denen man einen Rahmen um 20 Ritter und 10 Bogenschützen zieht und sie per Rechtsklick auf einen Gegner hetzt. Das ist doch keine Strategie.
Total War jedoch ist echte Taktik, echte Strategie.
Wie ist das Wetter? Stehen die Formationen? Sind die Flanken geschützt? Stimmt die Moral? Bin ich auf dem Hügel sicher?
In den kolossalen Schlachten von Total War muss man so viele Dinge beachten, die andere Strategietitel völlig ignorieren.
Ich war hin und weg, völlig begeistert. Es gab nur ein Problem: Ich war noch nicht bereit. Zu festgefahren waren die alten Gewohnheiten. Zu unerfahren war ich mit den benötigten Taktiken. Von echter Strategie verstand ich noch nichts.
Das sollte sich bei einem der Nachfolger drastisch ändern …

+++ Gothic (PC) +++
Gothic definierte für mich das Rollenspielgenre mit. Eine dichte, belebte und verhältnismäßig große Spielwelt, fast grenzenlose Erkundungsmöglichkeiten, fesselnde Quests und ein wunderschöner Soundtrack (begleitet von In Extremo, die im Spiel auch einen Auftritt haben!), eine Geschichte, die mich einfach nur in ihren Bann zog.
Okay, die Steuerung war eine Herausforderung, da musste man sich echt drauf einlassen. Das Inventar war auch nicht prickelnd. Aber das wars auch schon mit den Nachteilen. Gothic bot eine Welt, in die man sich nur zu leicht verlieren und verlieben konnte.
Teil 2 habe ich auch gespielt, Teil 3 habe ich hier herumliegen. Irgendwann …

+++ Star Trek: Bridge Commander (PC) +++
Und hier ist es, das „realistischste“ Star Trek-Erlebnis aller Zeiten. Starfleet und Klingon Academy haben es angedeutet, doch erst Bridge Commander gab mir RICHTIG das Gefühl, der Captain eines 700 Meter langen Raumschiffs mit über 1.000 Mann Besatzung zu sein, die auf mein Kommando hört.
Dagegen fühlt man sich bei den alten Academy-Teilen eher als Steuermann an einem Joystick (Star Trek – Insurrection lässt grüßen).
Warum?
Weil man Bridge Commander nicht direkt steuert. Man gibt Befehle: Ausweichmanöver fliegt man nicht selbst, man ordnet sie an. Torpedos feuert man nicht per Knopfdruck ab, man gibt den Feuerbefehl. Taucht ein neues Feindschiff auf? Abfangkurs berechnen, Antrieb auf volle Leistung.
Feuer frei …
die Kampagne spielt sich sehr abwechslungsreich, es sind bei weitem nicht nur Kampfmissionen. Auch trifft man auf einige bekannte Charaktere aus dem TNG-Universum, mit Picard als prominentestem Gast.
Dazu gibt es einen tollen Simulator, mit dem man interessante Schlachten erstellen kann – zahlreiche verschiedene Schiffe sind in der Datenbank. Zahllose weitere (auch aus anderen Universen, wie Galactica) gibt es dank fleißiger Modding-Community dazu. Vielen lieben Dank!!!

+++ Rome: Total War (PC) +++
Das wichtigste Strategiespiel aller Zeiten für mich. Endlich war ich so weit: Ich war zum wahren Strategen gereift. Ich spielte das Tutorial, lernte schnell. Durch den Geschichtsunterricht und eigenes starkes interesse an dieser Epoche hatte ich ein solides Grundverständnis für antike Schlachten. Kaum ein anderes Spiel verdient die Bezeichnung „episch“ so sehr wie RTW, kaum ein anderes Spiel hat meine Vorstellung über ein Genre so sehr verändert wie dieses.
„Lebensbalkenstrategie“? Geht für mich nicht mehr. Zwei Ritter, die sich gegenüberstehen und solange aufeinander einschlagen, bis der Lebensbalken des einen auf 0 ist? Nein, sowas fass ich nicht mehr an.
An Total War führt derzeit kein Weg vorbei – nach Rome habe ich mir auch Medieval 2, Empire und Shogun 2 gekauft, doch mein Herz schlägt ewig für RTW.
Und vielleicht bald für Rome 2 …

+++ Morrowind (PC) +++
Ich glaube, David hat Skyrim immer noch nicht durch. Er schwärmt mir zwar immer vor, dass er inzwischen soundsoviele Stunden mit dem Spiel verbracht hat, aber irgendwie … er kriegt es nicht durch!
Woran liegt das?
Vielleicht weil man The Elder Scrolls (egal ob Skyrim, Oblivion oder eben Morrowind) einfach nicht durchspielen will. Man will nicht raus aus dieser Welt, nicht raus aus diesem Abenteuer. Man will ewig weitermachen, das Erlebnis soll nicht abreißen.
Es gibt Spiele, da klemmt man sich richtig hinter. Weil man endlich das Ende sehen will.
TES ist keines dieser Spiele. TES ist … ist … wie Wochenende. Irgendwann ist Sonntag, 19 Uhr. Du weißt, es ist bald vorbei. Vor dir liegt noch ein guter Sonntag-Abend-Film, vielleicht eine Blu-ray. Aber dann musst du ins Bett, es ist vorbei.
Nur: Bei TES suchst DU dir aus, wann das Wochenende vorbei ist!

+++ Heavenly Sword (PS3) +++
Eine wunderschöne Frau, ein wunderschöner Soundtrack, eine wunderschöne Landschaft, ein wunderschönes Epos. Ja, Heavenly Sword, mit dir habe ich wunderschöne 8 Stunden verbracht, vielleicht etwas mehr. Nicht mitgerechnet sind die Making-Ofs und die animierte Serie, die du mitbringst. Und ich danke dir, dass du mich mit dem Playstation 3-Controller vertraut gemacht hast. Ganz behutsam, Schritt für Schritt. Für dich musste ich nicht von Anfang an ein Akrobat sein. Nein, dir hätte es gereicht, wenn ich das allererste Mal in meinem Leben meine Finger um einen Dualshock gelegt hätte, ganz vorsichtig. Du warst mein zweites PS3-Spiel. Ich war es noch überhaupt nicht gewohnt, mit zwei Analog-Sticks und 4 Schultertasten zu arbeiten. Ein Call of Duty oder ein Killzone hätte mich gnadenlos überfordert.
Du aber, Heavenly Sword, du hast meine Hand genommen, mir den linken Analogstick gegeben. Und die Tasten X, O, Quadrat und Dreieck. Mehr brauchtest du am Anfang nicht.
Danke.
Du zeigtest mir sogar Sixaxis, die Magie, mit der Haltung des Controllers das Geschehen auf dem Bildschirm zu steuern. Die Richtung einer Kanonenkugel zu verändern, indem ich das Gamepad anhob. Einen Pfeil hinabsausen zu lassen, indem ich den Controller kippte. Zauberhand!
Und dann, irgendwann, genau im richtigen Moment …
legtest du meinen Zeigefinger auf eine Schultertaste. Sieh nur, was möglich ist. Ganz ganz langsam, eine nach der anderen.
Heavenly Sword, dank dir kann ich mit einem DS3 umgehen. DU hast mir das beigebracht.
Auf eine wunderschöne Art und Weise!
Vielen Dank dafür, und vielen Dank für die Geschichte, die du mir erzählt hast, für dieses für mich einmaliges Erlebnis.

+++ Dead Space (PS3) +++
Kennt jemand den Begriff „30-Minuten-Spiel“? Nein, woher auch. So bezeichne ich diese Spiele wie Doom 3, F.E.A.R. oder Aliens vs. Predator. Die sind toll, ohne Frage. Aber länger als 30 Minuten kann ich sie nicht spielen, wenn ich alleine bin – sonst droht ein bleibender Herzschaden, da bin ich mir ganz sicher. Oh ja, ich mag Angst-Spiele. Alien Trilogy war so gesehen mein erstes.
Dead Space ist mein liebstes.
Und dennoch ist es kein 30-Minuten-Spiel. Weil Dead Space so großartig ist, dass ich NICHT aufhören kann, bis ich das Ende eines Levels erreicht habe! Pfeif aufs Herz, hör nicht auf die Schweißausbrüche, kämpf dich durch die Panik – ich MUSS einfach Isaac durch den Level bringen! Und für einen Level brauche ich locker mehr als eine Stunde. Ich bewege mich langsam, und gründlich. Jeder Munitionsclip zählt.
Worum gehts?
Der Kontakt zum Bergbauschiff Ishimura ist abgebrochen, ein Rettungsteam mit dem Techniker Isaac (die Spielfigur) wird losgeschickt, um nach dem Rechten zu sehen.
Dass auf der Ishimura längst Zombiemutationen ihr Unwesen treiben, weiß die Truppe natürlich nicht …
nervenaufreibende Spannung, peitschende Horror-Musik und edelste, groteske Grafik machen Dead Space zu einem Erlebnis, das (tut mir leid, ich kann es den Lesern nicht vorenthalten!) David auch mal wie ein Mädchen aufschreien ließ, während wir beim Dead Space Spielen miteinander telefonierten.
Kein Vorwurf! Wenns ein Spiel schaffen kann, dann sicher DS. Aber witzig ist es trotzdem.

+++ Fifa 10 (PS3) +++
Ich bin keiner von denen, die sich jedes Jahr das neue Fifa kaufen, auch nicht unbedingt sofort nach Erscheinen. Mit Fifa 95 (MD), Fifa 97 (Sat), WM Frankreich ’98 (PC), WM Deutschland ’06, WM Südafrika ’10, Fifa 10 und Fifa 12 habe ich mir gerade 7 Fifas geholt (bzw. geschenkt bekommen). Die 10er-Teile sogar gebraucht. 12 als Einziges sofort nach Erscheinen zu einem günstigen Preis (43 €).
Warum ist Fifa 10 ein so prägendes Spiel?
Drei Worte: Be A Pro.
Genauso, wie Total War meine Vorstellung eines Strategiespiels geändert hat, hat der Be A Pro-Modus meine Vorstellung eines Fußballspiels geändert. Bei Be A Pro steuert man nicht mehr die ganze Mannschaft, sondern einen ganz bestimmten Spieler auf dem Platz. Wahlweise – und so mach ichs auch am liebsten – kreiert man diesen Spieler selber, man verändert sein Aussehen, den Namen, Größe, Fähigkeiten …
und Fifa 10 war eben das erste Fußballspiel, bei dem ich das so ausgiebig machen konnte. Bestaunt mich (Fifa 12)!

+++ Valkyria Chronicles (PS3) +++
Aller guten Dinge sind drei: Nach Master of Monsters und Landstalker findet auch das dritte (Nachtrag: vierte … mit dem Blog zu Jagged Alliance 2!) Spiel, über das ich schon gebloggt habe, Einzug in meine Gamer-Chronik.
Völlig verdient.
VC ist einer der wichtigsten Titel, der je für die Playstation 3 erschienen ist. Gute Strategie ist in der neuen Konsolengeneration völlige Mangelware. Es gibt noch R.U.S.E., dann Halo Wars auf der X-Box und für die PS3 gibt es …
ja, Valkyria Chronicles. Eine Mischung aus Rundenstrategie und 3rd-Person-Action hält die Fahne hoch für die PS3-Taktiker. Ist es deswegen schon besonders? Weil es das Einzige seiner Art ist?
Na sicher, klar. Aber auch, weil es die Messlatte für weitere Strategiespiele verdammt hoch aufgehangen hat.

+++ Heavy Rain (PS3) +++
Ein Vater.
Ein verbliebener Sohn.
Ein Serienkiller, der Kinder entführt – die eine Woche später tot aufgefunden werden.
Ein unvergessliches Spiel voller Emotionen und Dramatik.
Viele, die Heavy Rain nie selbst erlebt haben, haben eine falsche Vorstellung von HR. Sie denken, es sei mehr oder weniger ein Film, bei dem man ab und an einen Knopf drückt.
Das stimmt nicht: Quicktime-Events sind nur ein relativ kleiner Bestandteil. Größtenteils spielt sich HR wie ein Adventure.
Aber dennoch kommt man sich die ganze Zeit über wie in einem großartig inszenierten Film vor.
Heavy Rain stellt in meiner Liste eine Ausnahme dar: Es ist das einzige Spiel, welches ich lediglich an einem einzigen Wochenende gespielt habe. Jedes weitere hier aufgeführte Game hat mich Wochen, wenn nicht Monate beschäftigt.
Dieses Erlebnis jedoch war so überwältigend, dass ich für lange Zeit noch hingehen und sagen werde: „Du willst ein Spiel spielen? Spiel Heavy Rain.“

+++ 2012 +++
Dies also ist mein Gamerleben. Heutzutage spiele ich ab und an am PC, derzeit Killing Floor zusammen mit David und weiteren Kumpeln. Meistens jedoch spiele ich an der PS3, habe noch einige Titel im Karton (mein Schrank ist inzwischen zu klein), die ich nicht gespielt habe. Assassin’s Creed und Viking sind zwei davon.
Rage – mein Geburtstagsgeschenk – spiele ich schonmal mit David, bis jetzt nur im Co-op.
Ich bin gespannt, welche Titel mich in Zukunft wirklich noch Einfluss nehmen können auf mich.

Oder habe ich mit meinen 28 Lenzen bereits alles gesehen?

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Eine Antwort zu It’s a long road …

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