Gotta catch’em all – Warum ich nie zu alt sein werde!

Einmal mehr sind sie zurück auf der heimischen DS: die Pokémon. Einmal mehr ist es also Zeit, seine Pokémon zu trainieren, auf Reisen zu gehen und der Meister der Pokémonliga zu werden.

Vielleicht als erstes, was gleich geblieben ist: Es gibt wieder drei Starter-Pokémon mit den Typen Feuer, Wasser und Pflanze. Es gibt auch, wie seit Pokémon Rubin und Saphir, einen weiblichen und einen männlichen Trainer, zwischen dem gewählt werden kann und wie auch in diesen Spielen wird der Trainer des anderen Geschlechts  euer Rivale. Auch gibt es Turbotreter, Fahrräder und die üblichen acht Orden. Oder kurz gesagt: Die Grundsätze sind die gleichen geblieben.

Trotzdem gibt es viele Änderungen. Zum ersten Mal kann man bei der Wahl des Charakters nicht nur das Geschlecht, sondern auch die Haar-, Haut- und Augenfarbe bestimmen. Es gibt Boutiquen, in denen man sich kleidertechnisch neu ausstatten kann, Haarfarbe und Frisur kann man beim Friseur ändern lassen. Auch kann man jetzt über den PokéMonAmi direkt mit einem Pokémon interagieren, es kraulen und füttern und Spiele mit ihm spielen. Dies fördert Zutrauen, welches man für einige Entwicklungen später braucht.

Auch ein neuer Typ gibt sich die Ehre: Pokémon des Typs Fee. Diesem gehören nicht nur die neue Evolie-Entwicklung Feelinara und das legendäre Pokémon aus Version X, Xerneas, an, sondern auch alte Bekannte wie Trasla samt allen Entwicklungen, Pixie, Pummeluff und Marril. Weitere Infos zum Typ Fee und welche Pokémon sich sonst noch zum selbigen gesellt haben gibt es auch in der Pokewiki.

Das Kampfsystem hat ebenfalls einige Neuerungen erfahren. So gibt es, neben den „üblichen“ Einzel- und Doppelkämpfen, neue Kampfarten: Himmelskämpfe, bei denen nur fliegende Pokémon eingesetzt werden können und Massenbegegnungen, bei denen  fünf wilde Pokémon gegen eins von euren antreten.
Die größte Neuerung ist allerdings die Mega-Entwicklung. Ausgelöst durch spezielle Steine in Kombination mit einem Mega-Ring kann das Pokémon temporär eine neue Form annehmen. Bei einigen Pokémon ändert sich dabei sogar die Typen-Kombination.
Den Mega-Ring bekommt man im Verlauf der Story, Mega-Steine lassen sich an verschiedenen Orten finden. So bekommt man zum Beispiel eins der Starterpokémon der ersten Generation mit einem entsprechenden Mega-Stein (also Turtoknit, Gluraktnit und Bisaflornit) von Professor Platan geschenkt, noch bevor man diese Steine überhaupt verwenden kann. Andere werden euch von Pokémon selbst geschenkt, wieder andere liegen in der Gegend rum.

Auch in Sachen Fortbewegung hat sich einiges getan. Nebst Fahrrad und Turbotretern gibt es jetzt relativ früh Inlineskates. Außerdem kann man in bestimmten Gebieten auf Pokémon reiten, die einen sicher über unwegsames Gelände oder durch Schneewehen tragen.

Weg von den Fakten, hin zum Persönlichen: Warum spiele ich, die ich sonst eher düstere Umgebungen bevorzuge ausgerechnet Pokémon?
Hach ja… damals…. [Geschwafel von der guten alten Zeit bitte hier einfügen] …
Spaß beiseite. So verkehrt ist das „damals“ gar nicht. Ich bin mit Pokémon aufgewachsen. Die Serie und damit auch die ersten beiden Editionen müssten ungefähr rausgekommen sein, als ich in der ersten Klasse war. Entsprechend hoch gehandelt waren Pokémonkarten und –sticker auf dem Schulhof und entsprechend oft fand man auch tauschwillige Klassenkameraden für die Gameboy-Spiele. Ich bin also quasi Pokémonfan der ersten Generation.
Da man ja auch mit der Zeit gehen muss und es eins der wenigen Hobbys war, die ich mit meiner Schwester teilte, haben wir zumindest die ersten drei Spielgenerationen von unseren Eltern geschenkt bekommen – immerhin haben wir dann für eine Weile Ruhe gegeben. Folgende Generationen haben wir uns zum Teil danach noch selbst geholt. Das hat bei meiner Schwester dann nach Perl und Diamant aufgehört.
Von Soul Silver war ich noch einmal schwer angetan, was auch daran liegt, dass Silber meine Lieblingsedition war (und ja! Es ist ein Pokémon hinter dem Charakter hergedackelt! Wie in Gelb damals!!!), Schwarz hat mich hingegen nicht überzeugen können und Schwarz 2 habe ich komplett ausgelassen.

Warum jetzt also wieder X? Das Konzept ist das Selbe. Man geht als junger Trainer mit seinem ersten Pokémon auf Reisen, trifft irgendwann auf die böse Organisation Team [Add Name Here], die in ihren dunklen Plänen in irgendeiner Weise die Welt der Pokémon bedroht. Im Laufe dieser Reise trifft man auf mindestens ein legendäres Pokémon gegen das man kämpfen muss, in den letzten Generationen zunehmend auch, weil besagtes Team Aqua/Magma/Flare Selbiges in irgendeiner Weise bedrängt.

Ich bin ehrlich. Anfangs (so die ersten drei Generationen mit meiner Schwester zusammen) war ich natürlich auch von der Story gefangen. Ist klar: Erstes Spiel, das man so spielt, man kam trotzdem recht simpel weiter und hatte seinen Spaß. Natürlich fiel die Wiederholung des Grundprinzips recht schnell auf, aber die grafischen Neuerungen (immerhin hat Pokémon nach und nach Farbe und bessere Grafik erhalten) haben zum Weitermachen animiert. Von Soul Silver mal abgesehen (ich liebe es!) waren die Spiele dazwischen eigentlich nur Lückenfüller und haben bei mir keinen besonderen Eindruck hinterlassen.
Und jetzt X. Die Grafik ist überzeugend. Auch auf kleine Details wurde geachtet. Schlafende Pokémon stehen zwar noch, haben aber immerhin die Augen geschlossen. Es gibt die Möglichkeit, seine Spielfigur individuell anzupassen. Die Mega-Entwicklung ist interessant, auch wenn ich bisher noch nicht alle Möglichkeiten ausgetestet habe. Da ich aber noch nicht alle acht Orden habe, kann das sicherlich noch was werden.
Toll finde ich auch, dass es Pokémon aller Generationen auf den einzelnen Strecken gibt und man nicht – wie bisher – in irgendwelche Safarizonen oder ähnliches rennen musste, um sich ein Pikachu zu fangen. Und man kann sich von Pokémon durch die Gegend tragen lassen!
Auch die Story um Team Flare finde ich in dieser Version besser umgesetzt, als in den meisten anderen. Man kann die Beweggründe des Teamchefs begreifen und merkt ganz genau,  wo sie einen Knick machen, der letztendlich zur Gründung seiner Organisation führt. So ganz nebenbei ist das auch noch eine prima Kritik an unsere reale Gesellschaft!
Der PokéMonAmi ist ein niedliches Gimmick, zumindest, wenn man sich ganz als der Trainer, der sich um seine Pokémon kümmert, fühlen möchte.

Würde ich Pokémon X also weiterempfehlen? Ja.
Wer die Welt von Pokémon noch nicht kennt, wird positiv überrascht sein. Es werden alle Grundgedanken, die in der Serie rübergebracht werden, in diesem Spiel durch die Kinder, die zeitgleich mit dem eigenen Charakter starten vermittelt. Den Wunsch, ein starker Trainer zu werden oder den PokéDex zu füllen genauso wie der Wunsch, einfach nur Spaß mit seinen Pokémon zu haben oder gar ein Tanzteam aufzubauen. Die Story basiert nicht auf Vorgängerversion, man braucht also kein Vorwissen.
Auch für eingefleischte Spieler sind die Neuerungen sicherlich interessant. Auch finde ich die Story weniger abgegriffen als in einigen Vorgängerversionen. Wie ich bereits weiter oben schon erwähnte sind die Beweggründe nicht mehr ganz so platt wie „Wir wollen die Landmasse vergrößern, weil wir Team Magma sind!“. Außerdem lockern lustige Namen (ich habe da letztens einen Trainer namens Yolo verhauen. Welche Genugtuung!) und Zitate, die zum Beispiel an Literaturklassiker wie Faust („Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“  benutzt von einem NPC vor einer Pokémon-Arena, der den Orden will aber sich nicht reintraut) und sogar Serien wie Dark Wing Duck angelehnt sind.
Die einzigen negativen Punkte, die mir bisher aufgefallen sind: Bei Erhalt des Mega-Ringes konnte ich den Kampf ohne das obligatorische „hat keine Pokémon mehr und fällt in Ohnmacht“ einfach so lange wiederholen, bis ich ihn zur Zufriedenheit des NPCs erfüllt hatte. Auch Xerneas konnte ich so lange wieder herausfordern, bis ich es gefangen statt besiegt hatte. Ohne das ständige Neustarten. Letzteres mag zwar von Vorteil sein, weil man ja auch in den anderen Editionen nicht grundlos vor den legendären Pokémon abgespeichert hat, hat für mich aber deutlich das Feeling der „alten“ Generationen kaputtgemacht.

Alles in allem hat mich Pokémon X trotzdem überzeugt, da die schöne Grafik und die all zu oft erwähnte Geschichte schon einiges hermacht. Und ich hatte meine Lieblingspokémon schon nach dem ersten Orden alle zusammen!

In diesem Sinne:

PIIIIIIIKAAAAAAAAAACHUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!

Habe Ausgequietscht.

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