ARK: Survival Evolved

ARKIch persönlich mag ja keine Survival-Spiele. Dinosaurier interessieren mich auch überhaupt nicht die Bohne. Während mein Mann als Kind quasi jede Dinoart runterrattern und sagen konnte, ob es Fleisch- oder Pflanzenfresser waren, habe ich vielleicht mit Glück den T-Rex erkannt.
Entsprechend habe ich auch nie die Jurassic-Park Filme oder Jurassic World oder was es sonst noch so gab geschaut. Und bei dem Dino-AddOn in Zoo Tycoon habe ich auch nur müde mit den Augen gerollt.
Soviel also zu meiner Dino-Leidenschaft, die gen Null geht.

Nun kommt da aber ein Survival-Spiel mit Dinos an und siehe da, ich bin positiv überrascht. Und habe bereits über 100 Stunden in das Spiel investiert.
Natürlich spreche ich von ARK: Survival Evolved.

Zuerst entdeckt hat das Spiel – wie soll es auch anders sein, der Gatte. Wie schon zu meinen Computer-Anfangszeiten habe ich ihm hauptsächlich zugesehen und war gar nicht interessiert. Survival ist eines seiner Lieblingsgenres, während ich es nicht unbedingt spannend finde, in wechselnden Settings Häuser zu bauen oder nach Wasser, Essen oder Baumaterialien zu suchen.
Und dann noch Dinos dazu? Furchtbar!

Schnell allerdings wurde dieser Eindruck abgelöst durch Neugier. Die Dinos kann man ja zähmen, ja sogar reiten! Und oh, es gibt eine richtige Charaktererstellung? Cool!
Da der Gatte und ich sowieso immer auf der Suche nach Spielen sind, die uns beiden Spaß machen, und die auch Koop zulassen, war die Entscheidung nach einigem Hadern doch gefallen. Solang ich mich nicht ums Häuser bauen kümmern musste, würde ich dem Ding mal eine Chance geben. Außerdem hat das Spiel damals „nur“ irgendwas bei 25€ – 30€ gekostet, wir haben dem bösen Early Access mal eine Chance gegeben. Nicht vergebens, wie sich herausstellt, mittlerweile ist das Spiel nämlich komplett released und der Preis liegt bei satten 70€ (ja, das habe ich grade gegoogled).

Nun, wie dem auch sei. Mit gemischten Gefühlen ging es an die Charaktererstellung im damals noch relativ frisch auf den Markt gekommenen ARK. AddOns gab es noch nicht (für den Release der ersten AddOns noch in der Early Access Phase war das Spiel eine Weile lang ziemlich unter Beschuss geraten), aber im Gegensatz zu anderen Spielen gab es immerhin einen weiblichen Charakter, den man anpassen konnte.
Klingt wie eine Kleinigkeit, ist für mich aber in Spielen, die mich nicht ganz so derbe interessieren erstmal ein wichtiger Punkt. Immerhin muss ich ja irgendwo anfangen können, mich mit meinem Charakter zu identifizieren.

Weiter geht es. Ich soll mir auf „der Insel“ einen Spawnpunkt wählen. Dabei gibt es jeweils drei Möglichkeiten in den vier Himmelsrichtungen, sprich Süd 1, 2 und 3, Nord 1, 2 und 3 usw. Hinter jedem der Spawnpunkte steht dann der Schwierigkeitsgrad.
Ein bisschen rumtesten mit dem Mann (der sich natürlich nicht gemerkt hatte, wo er gespawnt war), bis ich dann halbwegs in der Nähe war.
Und da stand „ich“ dann. Ein merkwürdiges Implantat im linken Handgelenk und ansonsten nichts als Unterwäsche am Leib. Super.

Immerhin konnte ich von Anfang an eine Fackel und eine Axt herstellen… aber woher die Materialien nehmen? Gut, Steine fliegen genug auf dem Boden rum… aber Holz?!
Ein verunsicherter Schulterblick zum Gatten, der wie ein Bekloppter auf einem Baum rumprügelt. Und tatsächlich: Da fällt Holz!
Insgesamt haben der Gatte und ich ungefähr drei Anläufe gebraucht, bis wir wussten, worauf wir so zu achten haben.
Beim vierten Anlauf haben wir uns dann ein kleines Häuschen auf einer beschaulichen Klippe dicht am Wasser gebaut. Während der Gatte sich am Anfang darum gekümmert hat, dass wir Materialien wie Holz und Steine zusammenkriegen und möglichst schnell die wichtigsten Waffen und Werkzeuge erhalten, war ich hauptsächlich dabei, Beeren zu sammeln und dadurch auch gleich Stroh als Material beizusteuern. Außerdem habe ich mich – abgesprochen mit dem Mann – auf die Herstellung von Rüstungen und Sätteln spezialisiert, während der Gatte sich um Waffen und alles zum Wohnen gekümmert hat.

Und bald war es soweit: Es wurde Zeit, das erste Haustier zu fangen. Ein Dodo sollte es werden, hatten wir doch eine relativ große Population in der Nähe und Pflanzenfresser sind am Anfang generell einfacher zu halten.
Eine mit dem Knüppel über und… Moment, wie bleibt das Vieh jetzt eigentlich bewusstlos?!

Insgesamt bietet Ark also ein komplexes Survival-System, das mit Strohhütten und Steinäxten beginnt und bei Glastürmen und Maschinengewehren irgendwo aufhört.
Die Grafik ist sehr detailliert und nicht zu knallig. Grade zum Anfang hatten sogar unsere damals noch neuen Gaming-PCs auf hohen Einstellungen wirklich zu kämpfen und wir haben uns angewöhnt, auf mittlerer bis niedriger Grafik zu spielen – die immer noch besser aussieht, als bei vielen anderen Spielen.
Wie im Real-Life auch, benötigen sowohl Mensch als auch Dino/Tier/Fabelwesen (je nach AddOn halt) Wasser und Futter, Menschen müssen zusätzlich noch darauf achten, nicht zu erfrieren oder an einem Hitzschlag zu sterben.
Was man gegen Überhitzung oder Unterkühlung machen kann ist tatsächlich relativ simpel aus dem echten Leben herzuleiten, später gibt es dann einfach Klimaanlagen, die man auf eine angenehme Temperatur einstellen kann. Und dann muss man einfach das Haus nicht mehr verlassen.

Von Dodo bis Brontosaurus sind quasi alle Dinos vertreten, vor allem natürlich die wirklich bekannten Arten wie T-Rex, Megalodon oder Triceratops, aber auch eher unbekannte Arten, wie Phiomia, Gallimimus (was ein Wort!) oder Compsognathus (die im Spiel nicht einmal ausgeschrieben werden).
Dabei sind Fleischfresser tatsächlich meistens aggressiv (von einigen ganz wenigen, schüchternen Ausnahmen mal abgesehen), während vor allem kleinere und mittelgroße Pflanzenfresser eher die Flucht ergreifen. Brontosaurier scheren sich allerdings zum Beispiel quasi gar nicht um so eine kleine zweibeinige Fleischkugel, die da zwischen den Riesenfüßen durchläuft.

Storymäßig hat Ark nicht viel zu bieten, das Bauen, Jagen und Erkunden geht ohne Quests voran. Allerdings kann man verstreute Tagebuchseiten von anderen Forschern finden, sich Bosskämpfen mit Alpha-Dinos – oder an einem der drei Türmen, die auf jeder Map verteilt sind – einer Brutmutter stellen oder sich halt einfach eigene Ziele setzen. Wie zum Beispiel in schweren Gebieten zu überleben oder auf einer der AddOn Maps mythische Gestalten wie Einhörner, Drachen oder Greife zu zähmen.

ARK Survival EvolvedMir persönlich gefällt ARK vor allem im Multiplayer-Modus. Viele meiner Freunde spielen ARK oder haben es wegen meines Generves angefangen und wenn man gemeinsam auf dem TS hängt, quatscht und jeder seinen Teil dazu beiträgt, dass man sich eine kleine oder größere Siedlung mit Dinogehege und entsprechenden gezähmten Tieren aufbaut, dann macht das schon eine Menge Spaß.
Außerdem kann man sich gegenseitig immer mal Streiche spielen, wie zum Beispiel die Häuser anderer Spieler in pink zu streichen.

Aber auch allein macht das Erkunden viel Spaß, auch wenn ich es immer noch hasse, mir selbst ein Haus zu bauen… meistens schleppe ich entsprechend Lagerfeuer mit und werde zum Nomaden.

Oh, bevor ich es vergesse noch ein Schmankerl obendrauf: ARK kann gemoddet werden. Neben hübscheren Frisuren gibt es quasi alles, von neuen Saurierfarben bis hin zu ganz neuen Bauteilen (inklusive Treppen).

Soweit also zu mir und meinen Dino-Abenteuern.

Habe ausgequietscht!

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